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Worauf sollen wir in Sachen MitarbeiterInnen besonders Wert legen. Was hilft uns am meisten, jetzt und in Zukunft? Wenn Sie sich auch regelmäßig diese Fragen stellen, gibt es jetzt einige Hinweise zu Arbeitsplatz-Trends.

Linked-In hat eine globale Umfrage bei 4.000 Personen durchgeführt: 200 Geschäftsführer­Innen, 400 Führungskräfte, 1.200 PersonalentwicklerInnen, 2.200 Angestellte, wurden befragt. Ziel ist eine Übersicht über das Lernen/die Entwicklung von MitarbeiterInnen. In Zeiten, in denen Arbeitskräftemangel herrscht und viele Unternehmen nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte kriegen, ein Top-Thema.

Linked-In ist ein webbasiertes soziales Netzwerk mit mehr als 500 Millionen Mitgliedern.

Die Ergebnisse

  1. Training in den sogenannten soft-skills – alle vier befragten Gruppen halten das für das Wichtigste bei der Personal/Talententwicklung. Führen können, kommunizieren können, zusammenarbeiten können wird von den befragten Führungskräften mindestens so wichtig eingeschätzt, als arbeitsplatzbezogene Fähigkeiten.
  2. Die ‚Halbwertszeit‘ von Fähigkeiten wird immer kürzer. Die Kunst ist, ein Gleichgewicht zwischen dem zu finden was man heute können muss und dem was morgen relevant sein Naturgemäß wird derzeit auf die jetzt benötigten Fertigkeiten besonderer Wert gelegt. GeschäftsführerInnen wünschen sich jedoch von den PersonalentwicklerInnen deutlich mehr Fokus auch auf das was morgen gebraucht wird, denn nur so, können die Unternehmen auch morgen noch erfolgreich sein.
  3. Die digitale Revolution dringt auch in den Trainings-Sektor vor. Online Lernmöglichkeiten werden wichtiger. Immer mehr wird auf Lernpräferenzen der MitarbeiterInnen eingegangen: im eigenen Tempo lernen, bei der Arbeit lernen etc. Dazu eignen sich online-Lernmöglichkeiten ganz besonders und werden von mehr als 90 % der befragten Unternehmen auch bereits eingesetzt.
  4. Zu wenig Zeit für Lernen und Entwicklung: Die größte Herausforderung ist, das MitarbeiterInnen sich die Zeit zum Lernen nehmen. 94 % der MitarbeiterInnen sagen, dass sie länger im Unternehmen bleiben, wenn in Ihre Entwicklung/Lernen investiert wird.
  5. Stärkeres Einbinden der Führungskräften/GeschäftsführerInnen: 56% der MitarbeiterInnen würden mehr Zeit für Weiterbildung verwenden, wenn Ihr Vorgesetzter von Ihnen verlangen würde, neue Fertigkeiten zu erlernen. PersonalentwicklerInnen nennen das als ihre zweitgrößte Herausforderung. Insgesamt sind laut Gallup die Führungskräfte zu 70 % dafür verantwortlich, ob ihre MitarbeiterInnen engagiert sind oder nicht.

Inwieferne ist das jetzt wirklich relevant für Sie?

Fluktuation – wie lange bleiben Ihre MitarbeiterInnen

Die richtigen MitarbeiterInnen im Unternehmen zu halten ist wohl das Ziel jeder Führungskraft. Eine (möglichst) geringe Fluktuation ist eine gängige Maßzahl dafür.

„94 % der MitarbeiterInnen sagen, sie würden länger im Unternehmen bleiben? Unsere MitarbeiterInnen sind im Durchschnitt sehr sehr lange bei uns.“ Auf den ersten Blick eine gute Sache und es könnte sich um ein Top-Unternehmen handeln. Doch das MitarbeiterInnen lange bleiben, kann auch viele andere Gründe haben.

Aber: es können dennoch Fähigkeiten fehlen, vielleicht sogar gerade die, die das Unternehmen besonders zukunftsfähig machen – und man hat sich einfach daran gewöhnt, mit dem Manko zu leben. Fehlen soft-skills bei den Mitarbeitern, bleibt den Führungskräften nichts anders übrig als selbst dauernd einzugreifen, anstatt sich auf die Entwicklung des Geschäfts zu konzentrieren. Ob es so ist, können die direkten Führungskräfte und meist sogar die Mitarbeiterinnen selbst sofort beantworten.

Wie sieht es bei Ihnen aus – Bleiben Ihre wichtigsten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Ihrem Unternehmen?

Ein Blick auf das Thema Aus- und Weiterbildung in Ihrem Unternehmen

In Gesprächen mit Führungskräften und HR-Leuten höre ich oft: Unsere Leute können sich ihre Ausbildung selbst aussuchen.

Wow, auf den ersten Blick klingt das wirklich toll. Dahinter verbirgt sich eine ganze Reihe von unterschiedlichen Haltungen in Bezug auf engagierte MitarbeiterInnen – mit zwei Extremen. Bei beiden suchen sich MitarbeiterInnen ihre Ausbildung selbst aus.

  1. Klingt irgendwie sinnvoll und stört nicht. Im Jahresbericht und auch sonst kann man stolz auf das (hohe) Ausbildungsbudget hinweisen. Die Ausbildung hängt oft nicht mit der konkreten Tätigkeit zusammen und hilft Mitarbeiter und Unternehmen nicht weiter. Es ist aber ein bezahlter Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und/oder Fähigkeitsentwicklung der MitarbeiterInnen, die diese später vielleicht woanders anwenden können. Auf Dauer wird das zur Entmutigung von MitarbeiterInnen führen, wenn sie Fähigkeiten erwerben, diese dann aber nicht einsetzen dürfen oder können. Das Unternehmen hat wenig davon – aber es erwartet das auch gar nicht.
  2. Echt engagiert. MitarbeiterInnen entwickeln sich gezielt weiter. Die gewünschten Fähigkeiten / Fertigkeiten werden in Entwicklungsgesprächen festgelegt oder werden von den Leuten selbst erkannt und gewünscht, weil sie sie bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen und sie weiterbringen – in die gewünschte Richtung. Die erworbenen Fähigkeiten werden dann auch vom Team oder den Vorgesetzten eingefordert. Auch das ist ein guter Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung – das Unternehmen, die Abteilung, das Projekt hat aber auch ganz konkret was davon.

Wie sieht es bei Ihnen aus – Trägt die Aus- und Weiterbildung Ihrer MitarbeiterInnen ganz konkret zur täglichen Arbeit bei oder ist eine Voraussetzung für eine zukünftige Tätigkeit?

Was sagen Führungskräfte / Mittleres Management

Laut der Umfrage halten Führungskräfte eine Kultur des Lernens für wichtig für ihr Geschäft. Sie glauben, dass Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ihnen Zeit erspart. Und das es ihnen hilft Lücken bei den Fähigkeiten ihres Personals zu schließen.

Nun, welche Führungskraft würde das nicht so sehen?

Die Frage ist, ob sie auch aktiv etwas tun, um eine solche Kultur des Lernens aufzubauen und zu fördern. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist, die erlernten Fähigkeiten auch anwenden zu dürfen.

Wie sieht es bei Ihnen aus – Ist die Entwicklung Ihrer MitarbeiterInnen etwas, dass Teil Ihrer täglichen Arbeit ist?

Fazit

Es geht im Grunde darum, dass Unternehmen zukunftsfähig werden oder bleiben. Und dabei sind MitarbeiterInnen und gut funktionierende Teams ein Schlüsselfaktor. In MitarbeiterInnen und eine unterstützende Unternehmenskultur zu investieren, lohnt sich einfach.

Sie haben eine Frage oder wollen sich kurz unterhalten? Gerne! Nutzen Sie auch die Möglichkeit, sich einmal länger über Ihr Team zu unterhalten!

Übrigens: Laut dem Magazin Forbes werden 2025 (immerhin schon in 7 Jahren!) die sogenannten Millenials (also die etwa zwischen 1985 und 2000 geborenen Menschen) 75 % der Arbeitskräfte ausmachen. Das diese Generation anders tickt scheint festzustehen – insbesondere verstehen sie Arbeit als Gelegenheit zur persönlichen Entwicklung. Das wird in Zukunft die Personalabteilungen und vor allem auch die Führungskräfte beschäftigen. Zeit, sich damit auseinanderzusetzen!

Hier können Sie die ganze Studie ansehen.



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Foto: rawpixel by unsplash

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